Hybrids - Workshop mit Michaela Zimmermann
Können (Kunst-)objekte die Aufmerksamkeit auf kinästhetische Prozesse lenken und sie fördern?
In diesem Workshop untersuchen wir gemeinsam mit Teilnehmer*innen aus den Bereichen Darstellende Künste, Film und Medien sowie Bildende Kunst den Einfluss von Material und Ästhetik auf Wahrnehmung und Bewegung im Raum. Ziel ist es, die gegenseitige Wahrnehmung zu schärfen und den Dialog aus den unterschiedlichen Perspektiven zu fördern.
Im Alltag sind wir es gewohnt, körperliche Bewegungen in Linien, Grafiken und Zahlen zu messen. Alle virtuellen räumlichen Bewegungsabläufe basieren auf diesen Fakten.
Welche Bedeutung haben lineare Messmethoden für die Gestaltung und Umsetzung künstlerischer Prozesse? Die kritische Reflexion zu den Korrelationen von „linear“ und „Leistung“ kann den Teilnehmenden neue Gestaltungsspielräume eröffnen.
Welche Spuren aber hinterlassen wiederholte Bewegungsabläufe? Sie prägen sich als körperliche Resonanz in unser Körpergedächtnis ein.
Durch unterschiedliche Wahrnehmungsperspektiven ermöglicht der interdisziplinäre Austausch einen erweiterten Zugang zum Körpergedächtnis – für choreografische, inszenatorische, partizipative sowie kunstvermittelnde Arbeitsweisen.
Der Workshop richtet sich an professionell Tätige an der Schnittstelle zwischen Darstellenden Künsten, Film und Medien sowie Bildender Kunst, die ihr künstlerisches Vokabular erweitern und neue Impulse für die eigene Praxis gewinnen möchten.
Gemeinsam begeben wir uns in einen offenen, prozessorientierten Raum, in dem durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Perspektiven etwas Neues entstehen kann.
Film- und Medienschaffende sind auch herzlich willkommen, mit Einverständnis der weiteren Teilnehmer*innen die Prozesse auf ihre Weise künstlerisch zu dokumentieren und die entstehenden Interventionen im öffentlichen Raum zum Anlass für eine kreative, medienrelevante Umsetzung zu nutzen.